Foxing und Flecken aus Vintage-Leinen entfernen
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Foxing und Flecken aus Vintage-Leinen entfernen

Wie man Foxing bei antikem Leinen erkennt

In meinem Laden habe ich seit vielen Jahren antikes Leinen; mehr darüber können Sie hier.

Beim Aufrollen zeigt der Stoff oft gelbliche Flecken, das nennt man Foxing. Das sind keine normalen Flecken – wir wissen das, weil der Stoff aufgerollt aufbewahrt wurde und zur Dekoration diente, also nicht wirklich in Gebrauch war.

Foxing bezeichnet rostbraune, rötlich-braune, gelblich-braune oder teefarbene Flecken, die auf altem Papier, in Büchern, Drucken und antiken Textilien auftreten.

In der Papierrestaurierung wird echtes Foxing oft mit Oxidationsreaktionen in Verbindung gebracht, manchmal durch winzige Eisen- oder Metallverunreinigungen im Papier. Stabiles Foxing ist nicht dasselbe wie aktiver Schimmel: Es breitet sich nicht weiter aus wie lebender Mehltau und bedeutet nicht, dass das Textil unsicher oder unbrauchbar ist.

Bei antikem Leinen wird der Begriff Foxing oft weiter gefasst. Er kann Altersflecken, Lagerungsspuren, Oxidation, alte Schimmelflecken, mineralische Verfärbungen oder die braune Sprenkelung eines Textils beschreiben, das über Jahrzehnte gefaltet in Schränken, Truhen, auf dem Dachboden oder in Leinenpressen lag.

Wie Foxing normalerweise aussieht

Foxing auf Leinen zeigt sich oft als:

kleine rostbraune oder rötlich-braune Sprenkel
gelblich-braune, wolkige Flecken
teefarbene Verfärbungen entlang der Falten
vereinzelt braune Sprenkel auf ansonsten hellem Leinen
ungleichmäßige Altersverfärbung durch lange Lagerung
Flecken, die vor dem Waschen alarmierend wirken, aber in oder auf der gealterten Oberfläche des Stoffs sitzen

In der Regel ist es unregelmäßig. Es sieht nicht wie ein frischer Verschüttung aus. Oft folgt es der Art, wie das Leinen gelagert wurde: gefaltete Kanten, freiliegende Ecken, Druckstellen oder Stellen, an denen Feuchtigkeit und Luft unterschiedlich an den Stoff gelangten.

Foxing im Vergleich zu aktivem Schimmel

Foxing und aktiver Schimmel sind nicht dasselbe.

Stabiles Foxing ist meist trocken, flach und rost- oder bräunlich gefärbt. Es kann wie alte Sprenkel im Gewebe aussehen. Es sollte sich nicht flusig, schleimig oder erhaben anfühlen und keinen aktiven muffigen Geruch haben.

Aktiver Schimmel oder Mehltau ist anders. Er kann stark muffig riechen, grau, schwarz, grünlich oder flusig erscheinen und sich weiter ausbreiten, wenn das Textil feucht gelagert wird. Aktiver Schimmel muss behandelt werden, bevor der Stoff gelagert oder verwendet wird.

Die gute Nachricht ist, dass antikes Leinen oft viel widerstandsfähiger ist, als es aussieht. Starkes Foxing kann zunächst dramatisch wirken, sollte sich aber bei robustem Leinen nach einem fachgerechten heißen Auskochen, gründlichem Ausspülen und Trocknen in direktem Sonnenlicht deutlich bessern.

Was Sie nicht als Erstes tun sollten

Greifen Sie nicht sofort zur Chlorbleiche. Chlorbleiche kann alte Zellulosefasern schwächen und langfristige Schäden verursachen, besonders bei antiken Textilien.

Ich vermeide als erste Maßnahme auch gewöhnliche moderne Waschmittel, besonders stark parfümierte oder enzymhaltige, es sei denn, ich weiß genau, was ich behandle. Quellen zur Pflege von Vintage-Textilien erwähnen oft schonendere Reinigungsmittel wie Woolite, Ivory oder Orvus WA Paste, wobei die Meinungen variieren. Manche empfehlen auch verdünnte Sauerstoffbleichmittel wie Biz oder OxiClean als Vorwäscheeinweichlösung für robustes weißes oder farbechtes Leinen.

Meine persönliche Vorgehensweise bei Leinen ist immer: die Faser beurteilen, bei Bedarf einweichen, fachgerecht heiß auskochen (mindestens 60ºC) in der Waschmaschine (unsere hat einen 'boil'-Zyklus) mit OxiClean oder Ähnlichem, gründlich spülen und in direktem Sonnenlicht trocknen, bevor zu stärkeren Behandlungen gegriffen wird. Bei besonders hartnäckigen Flecken behandle ich punktuell mit Zitronensaft auf einem Wattestäbchen, lasse den Stoff zwei Stunden in der Sonne liegen und wasche ihn anschließend in der Waschmaschine mit OxiClean.

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