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Beschreibung
Auch bekannt als Purple Gromwell, shikon (Japanisch), zi cao (Chinesisch).
Beschreibung
Murasaki ist einer der ältesten und verehrtesten natürlichen Farbstoffe Japans, gewonnen aus den Wurzeln von Lithospermum erythrorhizon. Seit der Nara-Zeit (710–794 CE) verwendet, erzeugt er außergewöhnliche Purpurtöne, die einst als „verbotene Farbe“ (kinjiki) galten und der kaiserlichen Familie sowie den ranghöchsten Hofbeamten vorbehalten waren.
Diese getrockneten Wurzeln liefern ein Spektrum von zarten Fliedertönen bis zu tiefen kaiserlichen Purpuren, abhängig von pH-Wert und Beizmittel. Mehr als nur ein Farbstoff steht Murasaki für die Ästhetik des klassischen Japan, wo Purpur Adel, Raffinesse und spirituelle Tiefe verkörperte.
Historische Anmerkung
In der alten japanischen Hofkultur standen violette Gewänder für Status und Autorität. Die mühsame Methode des Färbens mit Murasaki (die sorgfältige kalte Extraktionen und geschickte Handhabung erforderte) machte die Farbe zu einer der seltensten und prestigeträchtigsten der Heian- und Edo-Zeit. Die Pflanze wurde auch in der traditionellen Medizin geschätzt, und ihr Pigment wird bis heute wegen seiner einzigartigen Chemie weiter untersucht.
Aktive Farbstoffkomponenten
- Shikonin
- Acetylshikonin
CI-Farbname
Nächste Familie: CI Natural Violet 1
Färbetipps
- Alaun-Beize: von Flieder bis zu mittleren Purpurtönen
- Alkalische Extraktion: tiefe Violett- und bläuliche Purpurtöne
- Eisenbeize: düstere Grau-Purpur- und Auberginen-Töne
- Überfärben mit Indigo: reiche, nahezu schwarze Purpurtöne
- Empfindlich gegenüber pH-Verschiebungen — leichte Säure ergibt rötlichere Nuancen, Alkalinität verschiebt die Töne ins Bläuliche
Lichtbeständigkeit: mäßig — mit Vorsicht behandeln, längere Sonnenexposition vermeiden.
Herkunft
Nachhaltig in kleinen Mengen bezogen. Geeignet für erfahrene Färber, die seltene, historische Farben suchen.