
Bioakkumulation ist die allmähliche Anreicherung von Substanzen in einem Organismus, in diesem Fall Alaun. Es gibt einige Pflanzen, die Alaun bioakkumulieren. Zum Beispiel können die abgefallenen Blätter des Symplocos-Baums und Teeblätter sehr hohe Konzentrationen an Aluminium enthalten (bis zu 5,000 mg/kg in alten Blättern), sowie einige Farne.
Bärlappgewächse (Lycopodiopsida) sind ebenfalls reich an Aluminium, es gibt rund 400 Arten dieser samenlosen Gefäßpflanze, die eigentlich kein Moos, sondern ein immergrünes Farngewächs ist, und diejenige, die wir jetzt für natürliche Färbungen auf der Website verwenden, ist biologisch Lycopodium clavatum und wird achtsam in Rumänien geerntet.
Bärlapp hat eine lange Geschichte in der traditionellen Kräutermedizin; Bärlapp‑Tees und Umschläge können zur Behandlung von Harnwegsproblemen, Durchfall, zur Linderung von Kopfschmerzen und Hautleiden verwendet werden. Ich habe damit keine persönlichen Erfahrungen und empfehle nicht, dies ohne Rücksprache mit einem Arzt auszuprobieren.
Als Beizmittel scheint es, dass Bärlappgewächse bereits in der Antike in Nordeuropa (angelsächsische und Wikingerkulturen) und in den Amerikas regelmäßig in Kombination mit lokal angebauten natürlichen Farbstoffen bekannt und verwendet wurden. Ich denke auf jeden Fall, dass es sinnvoll ist, mit diesem Material als Alternative zu herkömmlichem Alaun zu experimentieren, aber Vorsicht ist geboten; in Ländern wie den Niederlanden und Belgien ist Bärlapp gesetzlich geschützt und Sie dürfen nicht ihn für den eigenen Gebrauch sammeln.
Ich habe verschiedene Stoffsets mit Bärlapp und eines ohne Bärlapp vorbereitet

Set 1: 100% WOF (17 grams) of Bärlapp
Set 2: ohne Bärlapp
Ich habe das Set mit den Beizmitteln in reichlich Wasser auf 40ºC für etwa zwei Stunden erwärmt und es dann weitere zwei Tage einweichen lassen. Dafür habe ich 3 liter Bechergläser. Die mit Bärlapp gebeizten Proben wurden schwach grün. Beim nächsten Mal würde ich wahrscheinlich eine Art Tee daraus aufbrühen und die Pflanzenreste sieben, bevor ich die Fasern hinzufüge; das Reinigen der Stücke war lästig und verstopfte mein Waschbecken. Meine neuen Heizrührer sind fantastisch und ich bin so froh, dass ich den Kauf getätigt habe!
Proben mit Walnussschalen, auf 80ºC erhitzt; links gebeizt mit Bärlapp, wodurch in einigen Proben mehr Gelbtöne hervorgehoben werden, rechts überhaupt kein Beizmittel.
Weitere Tests für verschiedene Farbstoffe werden folgen, aber das war ein schöner Anfang.





















































































































































































































































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